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Denkmale in der Stadt Viersen |
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Lfd. - Nr. 424 |
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Standort: Gladbacher Straße 1, D 41747 Viersen GPS: 51o 15' 10,0" N 06o 23' 37,3" O Zuständigkeit: Privat Baujahr: 1894 / 1985 Tag der Eintragung als Denkmal 18. April 2002 Quellenhinweis: Beschreibung der Denkmalbehörde
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Gastwirtschaft Viersener Hof in Viersen Denkmalbeschreibung: Geschichte Beschreibung Gestaltung und Schmuck der Fassade sind bis auf wenige Details unverändert erhalten. Das Erdgeschoss besitzt eine kräftige zweifarbige Putzbänderung, die von großen Fenstern unterbrochen wird. Der Wohnungseingang und der Eingang auf der Ecke, mit zweiflügeliger (erneuerter) Tür, sind korbbogig überfangen, die Gaststättenfenster zur Heierstraße und das erste Fenster an der Gladbacher Straße sind ebenfalls am Sturz abgerundet und mit Keilsteinen betont. Die breite ehemalige Durchfahrt zum Hof von der Heierstraße aus ist heute geschlossen. Eine Dreiergruppe aus mittigem Eingang und zwei breiten Fenstern charakterisiert das Erdgeschoss an der Gladbacher Straße, dabei wird der Eingang von zwei ornamentierten Pfeilern auf hohen Postamenten gerahmt. Ein breites Geschossgesims leitet über zu den beiden kleinteilig gegliederten Wohngeschossen. Die hier backsteinsichtige Fassade wird durch Putzelemente belebt. Außerdem sind die Abstände der Fensterachsen leicht variiert, so dass trotz der immerhin 5:1:6 Achsen keine Monotonie der Reihung entsteht. Zusätzliches Relief erhält der Baukörper durch das flache risalitartige Vorziehen bestimmter Fensterachsengruppen: drei Achsen an der Gladbacher Straße, Eckachse und Doppelachse über der ehemaligen Durchfahrt. Die hochrechteckigen Fenster, kleineren Formats
als im Erdgeschoss, sind kreuzgeteilt und zweiflügelig. Teilung Das zweite Obergeschoss ist entsprechend zeittypischer Konvention etwas schlichter ausgestaltet, was insbesondere in der einfacheren Putzrahmung der Fenster mit wirtelartigen Zierstücken zum Ausdruck kommt. Auch die Brüstungsfelder sind abstrakter ausgedeutet. Statt als Giebel sind die Verdachungen hier als gerades Gebälkstück mit Klötzchenfries ausgeführt. In beiden Geschossen sind die Stürze der Fensterlaibungen mehrfach gestuft profiliert. Besondere Erwähnung verdient noch das auf dem kräftigen Kranzgesims aufsitzende, aufwändig verzierte Zwerchhaus in der Eckachse, dessen rundbogiges Fenster von Pilastern gerahmt wird und dessen Seiten als Voluten ausgebildet sind. Im Innern ist das Haus weitgehend verändert. Der Schankraum des Erdgeschosses ist in den weitläufigen Komplex der heutigen Spielhalle integriert. Denkmalwert Es handelt sich um ein am Außenbau anschaulich erhaltenes Wohn- und Geschäftshaus, dessen repräsentative Dreigeschossigkeit ausgesprochen städtisches Gepräge besitzt und einen wichtigen Blickpunkt in der Viersener Innenstadt bildet. Als Bestandteil eines markanten historischen Bauten-Ensembles an einer der belebtesten Punkte in der Viersener Innenstadt sowie als traditionsreiche Gaststätte ist das Gebäude Gladbacher Straße 1 bedeutend für Viersen. Seine aufwändige, historistische Baugestaltung ist bis auf einige wenige Details weitgehend ursprünglich erhalten. Es stellt daher ein wichtiges Zeugnis für das Bauwesen der Jahrhundertwende in der Wachstumsphase Viersens und an städtebaulich repräsentativer Stelle dar. Als traditionsreiche innerstädtische Gaststätte und auch als kurzzeitige Kreiszentrale der NSDAP kommt ihm darüber hinaus ortsgeschichtliche Bedeutung zu. An der Erhaltung der straßensichtigen Fassaden und Dachflächen besteht daher aus städtebaulichen und wissenschaftlichen, hier architektur- und ortsgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse. Es handelt sich daher gemäß § 2 (1) Denkmalschutzgesetz um ein Baudenkmal.
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