Denkmale in der Stadt Viersen |
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Lfd. - Nr. 378 |
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Standort: An der Josefskirche 15, D 41747 Viersen GPS: 51o 15' 04,1" N 06o 23' 45,8" O Zuständigkeit: Kath. Pfarrgemeinde St. Joseph Baujahr: 1889 - 1891 Tag der Eintragung als Denkmal 23. Februar 2000 Quellenhinweis: Beschreibung der Denkmalbehörde
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Kath. Pfarrkirche St. Joseph in Viersen Denkmalbeschreibung: Dreischiffige, neugotische Backsteinbasilika mit fünf Jochen im Langhaus, einem breiten Querhaus, zwei Vorchorjochen, Chorkapellen und Hochchor mit Fünfachtelschluss. Sakristei an Nordseite des Chores, Taufkapelle an der Südseite (seit 1934). Westfassade wird von dem Turm mit quadratischem Grundriss beherrscht; untere Geschosse von rechtwinklig angeordneten Strebepfeiler gestützt, die oberhalb des 2. Obergeschosses in hohen Fialen enden. Hinter diesen beginnt ein oktogonales drittes Obergeschoss, bekrönt von oktogonalem Helm mit Kreuz (89 m). Umlaufende Galerie mit Maßwerkbrüstung am Dachansatz in 1970er Jahren durch Metallbrüstung ersetzt, Fialen und Kreuzblumen am Querhaus entfernt. Außenwände der Seitenschiffe durch Strebepfeiler gegliedert, auf jeder Seite am ersten Joch eine polygonale Kapelle (Marienkapelle im Norden, Josephskapelle im Süden); Seitenschiffe mit hohen, zweibahnigen Maßwerkfenstern. Hauptportal mit Archivolten mit Akanthusblüten, Wasserspeier und Medusenhäupter, Portalwimperg mit Maßwerkrosette, dahinter Kirchenfenster, das 1962 durch Mosaik ersetzt wurde. Innen: Im Mittelschiff Kreuzrippengewölbe mit Spitzbogenarkaden, darüber statt Triforium verputztes Mauerwerk, Obergadenfenster (Joseph Höttges, 1952). Rundpfeiler aus Sandstein mit vorgelegten Dreivierteldiensten, die vorbei am Mauerwerk steil aufsteigen und im oberen Kapitell mit Akanthusblüten enden. Übergang in Gewölberippen, die sich im runden Schlussstein treffen. Horizontale Gliederung des Wandaufbaus durch Gesimse. Vierung wird durch stärkere Bündelpfeiler hervorgehoben. In Seitenschiffen und Vierung
noch zeitgenössische Bodenfliesen erhalten, im Mittelschiff erneuert. Bei der Kirche St. Joseph handelt es sich um eine der typischen historistischen Gotteshäuser, die Joseph Kleesattel gegen Ende des letzten Jahrhunderts in mehreren Städten am Niederrhein errichtete. Sie prägt das Stadtbild in wesentlicher Weise und besitzt noch einen Großteil der originalen Einrichtung und Ausstattung. Der Orgel kommt als inzwischen selten gewordenem Exemplar besondere Bedeutung zu. Aus wissenschaftlichen,
insbesondere architekturgeschichtlichen, städtebaulichen und
kunsthistorischen Gründen liegen die Erhaltung und die sinnvolle
Nutzung der Kirche gemäß § 2 Denkmalschutzgesetz im öffentlichen
Interesse.
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